Um die blaue Stunde

Vera Böhlk, freischaffende Musikerin und Musikpädagogin (Bernburg) und René Schäffer, freischaffender Fotograf und Künstler (Halle)

Am 18.05.2019 eröffneten wir mit der ersten Veranstaltung der neuen Reihe „Um Die Blaue Stunde“ eine Ausstellung mit „Lichtmalereien“ des Fotografen René Schäffer aus Halle.

UM DIE BLAUE STUNDE

…ist ein neues Format in meinem Wirken in Bernburg, bei dem es zu einer Begegnung von bildender Kunst und Musik kommen soll.
Für die vielen Intensionen, welche Musik entstehen lassen, ist es mir ein großes Bedürfnis, weitere Darstellungsformen — ergänzend und bereichernd zu den bisher praktizierten — aufzuzeigen.

Sinnbildlich ist die blaue Stunde — nicht mehr Tag, noch nicht Nacht — ein „Zwischen-zwei-Dingen“, „Zwischen-zwei-Zuständen“, eine Grenzerfahrung, eine Vermischung, ein Übergang.

Zwischenzustände sind dann von Vorteil, wenn aus beiden das Positive erkannt bzw. eingebracht werden kann. Dies gilt sowohl für das Miteinander in einer „Kommune“, als auch für das Begegnen mit Gästen. Die Möglichkeit, diesen Zwischenzuständen Raum und Zeit zu geben, möchte ich gern mit diesem Projekt realisieren.

Zu Gast:
René Schäffer

1975 geboren in Zwickau (Freistaat Sachsen)

1999–2006 Diplom Bildende Kunst Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ab

2007 freischaffender Fotograf und Künstler

Lichtmalerei

Lichtmalerei meint einen Begriff für meine Bilder. Er rührt von Photographie, welcher soviel bedeutet wie Lichtgrafik. Da meine Bilder aber nicht grafisch sondern eher malerisch sind, nenne ich sie nicht Lichtgrafik (Photographie) sondern Lichtmalerei. Licht ist für mich eine feinstoffliche Beschreibung von Materie. Meine Bilder sind eine materialisierte photographische Auseinandersetzung mit klassischer Malerei. Ich beziehe mich dabei nicht auf bestimmte Bilder einzelner Maler, sondern vielmehr auf ganze Richtungen. Dabei ist mir nicht wichtig welche Namen genannt werden, sondern eher, daß ich die Seele eines ganzen Systems atme und es somit würdige und mich selbst als Verständigen zeige. Durch die formelle Nähe zu den “alten Meistern” verstehe ich meine Verwandschaft zu und meine Unterscheidung von ihnen. Es ist ein Ausflug in die Kunstgeschichte ohne Zeit und Namen. Es sind Bilder.

Quelle: http://www.reneschaeffer.de/